Quält dich regelmäßig die Sorge, dass du nahestehende Personen verlieren könntest? Überkommt dich ein Gefühl von Verunsicherung und Einsamkeit, sobald dein Lebenspartner oder deine Freunde nicht unmittelbar erreichbar sind? Neigst du dazu, dich an Beziehungen zu klammern, fühlst dich abhängig und bist schnell eifersüchtig? Diese Anzeichen könnten auf eine ausgeprägte Verlustangst hindeuten. Solche Ängste können nicht nur deine zwischenmenschlichen Bindungen erheblich strapazieren, sondern dich auch daran hindern, ein zufriedenes und erfülltes Leben zu genießen. In meiner Rolle als systemische Beraterin möchte ich dir meine Unterstützung anbieten, um die Wurzeln deiner Verlustangst zu ergründen und gemeinsam Wege zu finden, wie du sie bewältigen kannst.

Wie entsteht Verlustangst?

Die Ursprünge von Verlustangst lassen sich häufig bis in die früheste Lebensphase zurückverfolgen. Ein Mangel an emotionaler Sicherheit, Bindung und Aufmerksamkeit in den ersten Lebensjahren kann das fundamentale Vertrauen eines Menschen nachhaltig beeinträchtigen. Kinder, die sich vernachlässigt oder im Stich gelassen fühlten, wenn ihre primären Bezugspersonen nicht regelmäßig verfügbar waren, entwickeln möglicherweise eine tiefgreifende Angst vor dem Verlassenwerden, die bis ins Erwachsenenalter anhält.

Neben diesen frühen Prägungen können auch einschneidende Lebensereignisse wie der schmerzhafte Verlust eines geliebten Menschen durch Krankheit oder Tod, oder die Auflösung familiärer Strukturen durch Scheidung, die Verlustangst begünstigen. Ebenso spielt das eigene Selbstbild eine entscheidende Rolle: Menschen mit geringem Selbstwertgefühl neigen eher dazu, ständig Sorge um ihre Beziehungen zu haben.
Interessanterweise können Ängste auch über Generationen hinweg weitergegeben werden. Wenn Eltern oder Großeltern von übermäßigen Sorgen geplagt waren, besteht die Möglichkeit, dass sie diese Verhaltensmuster - bewusst oder unbewusst - an ihre Kinder weitergegeben haben. Dieses Phänomen der transgenerationalen Weitergabe von Ängsten verdeutlicht, wie tief verwurzelt und komplex die Entstehung von Verlustängsten sein kann.

Die Symptome - Wie äußert sich Verlustangst?

Die Angst vor dem Verlust manifestiert sich häufig in einem intensiven Wunsch nach Zuneigung und Anerkennung. Fühlst du dich unwohl, wenn du nicht ständig in der Gegenwart deines Partners bist? Möglicherweise neigst du dazu, dich an bestimmte Personen zu klammern, versuchst alles zu überwachen oder reagierst mit Eifersucht, wenn er oder sie Zeit mit anderen Menschen verbringt. Vielleicht plagst du dich auch mit der ständigen Sorge, einen Fehler zu begehen und dadurch verlassen zu werden. Auch Skepsis und Unsicherheit bezüglich der Gefühle des Anderen können Anzeichen von Verlustangst sein. Insgesamt fühlst du dich eventuell sehr unsicher, hast Schwierigkeiten bei der Entscheidungsfindung und suchst fortwährend nach Bestätigung von außen - machst du dein Wohlbefinden größtenteils von anderen Menschen abhängig? Verlustangst äußert sich oft auch in Form von Selbstzweifeln, mangelndem Selbstwertgefühl und emotionaler Abhängigkeit.

Verlustangst - einfach erklärt aus systemischer Sicht

In der systemischen Beratungspraxis betrachten wir Verlustängste nicht als isoliertes Problem, sondern vielmehr als Hinweis auf einen tieferliegenden inneren Konflikt und komplexer Beziehungsmuster. Die Furcht vor dem Verlassenwerden offenbart nicht nur persönliche Bedürfnisse und prägende Erfahrungen, sondern spiegelt auch wider, wie Beziehungen gestaltet und gelebt werden.

Interessanterweise tendieren Menschen mit ausgeprägten Verlustängsten häufig dazu, unbewusst Partnerschaften einzugehen, die ihre Ängste bestätigen oder mit Personen, die ähnliche Thematiken in sich tragen. Dies führt zu einer sich selbst verstärkenden Dynamik: Ein Teufelskreis aus Angst, übermäßiger Kontrolle und emotionalem Rückzug entsteht, der die Beziehung zunehmend belastet und möglicherweise sogar zu zerbrechen droht.

Die systemische Perspektive ermöglicht es daher, die Verlustangst nicht als isoliertes Symptom zu behandeln, sondern als Teil eines größeren Beziehungsgefüges zu verstehen, um somit ganzheitliche Lösungsansätze zu entwickeln.

Wie hilft die systemische Beratung bei einer Verlustangst?

Die Bewältigung von Verlustängsten erfordert eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit den eigenen Emotionen und Bedürfnissen. Anstatt sich von Ängsten lähmen zu lassen, ist es ratsam, diese bewusst wahrzunehmen und zu verstehen. In der Beratung lernst du, was dir Geborgenheit und Zuneigung vermittelt und wie du diese Aspekte in deinen zwischenmenschlichen Beziehungen thematisieren kannst. Du lernst, dein Selbstwertgefühl zu fördern, indem du deine persönlichen Stärken erkennst, die du bisher erreicht hast.

In einer systemischen Beratung begleite ich dich auf dem Weg, die Ursprünge und Auslöser deiner Verlustängste zu ergründen. Wir untersuchen gemeinsam deine prägenden Erfahrungen, inneren Überzeugungen und Beziehungsdynamiken. Ziel ist es, die verborgenen Bedürfnisse zu identifizieren, die sich hinter der Verlustangst verstecken und neue Wege zu ihrer Erfüllung zu entwickeln. Dabei lernst du, sowohl deine eigenen als auch die Grenzen anderer zu respektieren und Vertrauen aufzubauen.

Ein wesentlicher Fokus liegt auch auf der Stärkung deiner Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit. In unseren Sitzungen erarbeiten wir Strategien, wie du unabhängig von externer Bestätigung für dich sorgen und dich selbst akzeptieren kannst. So entwickelst du die Fähigkeit, deine Ängste zu regulieren und innere Stabilität zu finden, auch in Momenten der Einsamkeit oder bei Konflikten.

Verlustängste können eine erhebliche emotionale Belastung darstellen und deine Beziehungsfähigkeit einschränken. Mit gezielter Unterstützung kannst du jedoch lernen, diese Ängste zu verstehen und zu bewältigen. Die systemische Beratung bietet dir einen sicheren Rahmen für deine persönliche Entwicklung und Neuorientierung. Gemeinsam erarbeiten wir Wege, wie du in dich selbst und in deinen Beziehungen Vertrauen und Sicherheit aufbauen kannst.

Systemische Beratung bei Verlustangst in Palma de Mallorca & online

Neben meinem Angebot der flexiblen digitalen Online-Beratung kann ich dich bei einem Walk & Talk in der Natur unterstützen. Dies ist in Palma de Mallorca umsetzbar.

Ablauf der Einzelberatung

Erstgespräch zum Kennenlernen

In einem unverbindlichen Kennenlerngespräch schauen wir, dass du dich bei mir wohl fühlst und ob du dir eine Zusammenarbeit mit mir vorstellen kannst. Du hast die Möglichkeit, dein Anliegen zu schildern und bereits erste Impulse mit auf den Weg zu nehmen. Wir klären zudem die Rahmenbedingungen und besprechen das weitere Vorgehen.

Terminvergabe

In der Regel finden wir einen Termin innerhalb von 2 Wochen ab Beginn der Kontaktaufnahme. Termine können Montags - Freitags zwischen 10-19 Uhr vereinbart werden. Falls ein Termin am Wochenende oder nach 19 Uhr gewünscht ist, wird dieser mit einem preislichen Aufschlag von 20€ berechnet.

Dauer und Abstand der Gespräche

Ein Einzelgespräch dauert 60 Minuten. Wie oft und wie lange die Beratung generell in Anspruch genommen wird, liegt ganz bei dir. Du kannst zu jeder Zeit die Beratung pausieren oder beenden. Jedoch können nachhaltige und tiefgreifende Veränderungen nicht über Nacht eintreten, sondern es benötigt eine gewisse Zeit, in denen sich diese festigen können. Demnach sollte Geduld und Bereitschaft dafür mitgebracht werden.

Online-Beratung

Wenn die Beratung digital gewünscht ist, findet diese online über die Videoplattform Zoom statt. Hier erhält du am selben Tag des Termins einen Link mit den Zugangsdaten für unseren gemeinsamen Online-Meetingraum.

Walk & Talk in Köln & Umgebung

Wenn du dich gerne in der Natur bewegst, biete ich Beratungen auch bei einem gemeinsam Spaziergang in Köln und Umgebung an.

Kosten

Die Preise für eine Einzelberatung können hier eingesehen werden.

Digitale Kurzberatung

Du möchtest keine ganze Beratungssession und wünscht dir mehr Flexibilität und eine ortsunabhängige Beratung? Dann sind meine Angebote der Kurzberatung genau passend für dich, welche du hier einsehen und buchen kannst.

Schweigepflicht

Meine Arbeit unterliegt selbstverständlich der Schweigepflicht sowie den Ethik-Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF), die hier eingesehen werden können. Ich bilde mich regelmäßig fort und sichere die Qualität meines Angebots durch Supervisionen (DGSF).

Vereinbare hier ein kostenloses Erstgespräch, um mich kennenzulernen.

Man hat nur Angst, wenn man mit sich selber nicht einig ist.

Hermann Hesse